
Die Voraussetzungen für eine gute Spargelernte sind in diesem Jahr nach Expertenansicht gut: Die Pflanzen haben Kälte bekommen – nun dürfte bei Sonnenwetter eine gute Qualität wachsen. Zu Ostern gibt es die ersten frisch gestochenen Genussstangen aus dem Norden.
Der Schnee der vergangenen Wochen und das anschließende sonnige Wetter lassen die Spargelbauern in Norddeutschland optimistisch auf die nun beginnende Saison blicken. „Wir haben mal wieder Winter gehabt“, sagte Fred Eickhorst, Geschäftsführer der Spargel- und Beerenanbauer in Niedersachsen, in Hatten bei Oldenburg. Für ein gutes Wachstum benötigten die Spargelstangen auch Kältestunden – das sei in diesem Jahr in Norddeutschland der Fall gewesen.
Die ersten Spargelstangen, die von beheizten Feldern gestochen werden, würden bereits verkauft, erklärte Eickhorst. Aber das seien noch keine nennenswerten Mengen: „Es wird jetzt langsam losgehen.“

Steigende Kosten
Zu Beginn der Saison würden viele Betriebe die Preise auf dem Vorjahresniveau halten, sagte Eickhorst. Aber ob das auch über die Saison hinweg bei einer größeren Erntemenge so bleibe, glaube er nicht. „60 Prozent der Kosten für die Landwirte sind reine Lohnkosten“, erklärte er. Den steigenden Mindestlohn müssten die Betriebe letztlich weitergeben.
Niedersachsen ist in Deutschland das größte Anbauland für Spargel, hier wird laut Bundesinformationszentrum Landwirtschaft auf 4.347 Hektar das Frühlingsgemüse angebaut. Es folgen Nordrhein-Westfalen (4.112 Hektar), Brandenburg (4.026 Hektar) und Bayern (3.889 Hektar). In Schleswig-Holstein wird auf rund 400 Hektar Spargel angebaut. Der größte Teil des Spargels wird in Deutschland zwischen Ende April und dem 24. Juni geerntet.
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