Erster Hamburger Käsemarkt „de Kees“ von Slowfood und Hobenköök

Am 26. Mai feiert ein ganz besonderer Genussmarkt in Hamburg seine Premiere: der Käsemarkt „de Kees“. Thomas Sampl von der Hobenköök und Slow Food Hamburg haben sich gesucht und gefunden und präsentieren 30 regionale Käser und Genusshandwerker.  
 

„Eet mol en beeten sinniger un denk di wat dorbi“
— Detlef Möllgaard vom Meierhof Möllgaard, Mitbegründer der Käsestraße Schleswig-Holstein

Am 26. Mai feiert ein ganz besonderer Genussmarkt in Hamburg seine Premiere: der Käsemarkt „de Kees“ an der Hobenköök. Ins Leben gerufen im Jahr 1997 von Slow Food Hamburg, fand der Markt bereits 22 Mal auf dem Gelände des Freilichtmuseums am Kiekeberg statt. Jetzt suchte das Freilichtmuseum die Veränderung und Slow Food Hamburg einen neuen Standort.

 

Gesucht und gefunden

Yvonne Aßmann, Leiterin von Slow Food Hamburg, machte sich auf den Weg, um einen geeigneten Ort zu finden. Noch vor Fertigstellung der Hobenköök im Frühsommer 2018 ging sie auf Thomas Sampl von der „Hafenküche“ mit Markthalle mit der Idee zu, den Käsemarkt in den Oberhafen zu holen. Der urbane Charme lockte und das Konzept einer Markthalle ganz im Zeichen der Regionalität passte. Die Hobenköök Macher waren begeistert und die Dinge nahmen ihren Lauf. Ausgestattet mit den persönlichen Kontakten der letzten Jahre, durch die Besuche der Käser und Mitorganisation des „alten“ Käsemarktes, begann Slow Food die Konzeption und Organisation des neuen Marktes. Zahlreiche Käser und Käserinnen mit Spezialitäten von Kuh, Ziege, Büffel und Schaf sind dabei – aus Sicht dieses Magazins fast alle von Rang & Namen des Nordens - und Manufakturen der Hobenköök ergänzen das Angebot.

Der Norden ist Käseland

Thomas Sampl sagt: „Das Bewusstsein für norddeutschen Käse ist in den letzten 10 Jahren langsam gewachsen. So gibt es heute in der Region viele beachtliche Käsesorten, was vielen Norddeutschen nicht bewusst sein dürfte. Auf unserem Käsemarkt werden gut 230 verschiedene norddeutsche Käse angeboten. Hamburg hat schon immer eine Markthalle gefehlt, die sie nun seit August 2018 mit der Hobenköök hat. Da fehlte dann noch ein Käsemarkt und der kommt jetzt auch in den Oberhafen. Wir setzen, gemeinsam mit Slow Food Hamburg, ein deutliches Zeichen für mehr Regionalität. Norddeutsche Käsereien müssen sich nicht mehr hinter dem Käse aus Frankreich, den Bergregionen Europas und dem Mittelmeerraum verstecken. Für mich geht hier ein kleiner Traum in Erfüllung, dem norddeutschen Käse eine Plattform bieten und seine Vielfältigkeit zu zeigen.“

 

Regionalität ist kein Trachtenverein

Yvonne Aßmann von Slow Food erzählt aus der Vergangenheit: „Als wir den Markt 1997 das erste Mal veranstaltet haben, wurde der Begriff Regionalität fast ausschließlich mit Trachtenvereinen und Dialekten in Verbindung gebracht. Seitdem hat sich viel getan. Aber der Käsemarkt hatte und hat anderen Märkten viel voraus. Und zwar, dass sich die Anbieter nach den Slow-Food-Kriterien gut, sauber und fair richten. Die Produkte werden auf traditionell handwerkliche Art hergestellt und sind frei von gentechnisch veränderten Rohstoffen, frei von Aroma- und Zusatzstoffen. Also echter norddeutscher Geschmack, umwelt- und ressourcenschonend. Das bietet unseren Besuchern die Sicherheit, ein in vielerlei Hinsicht, sauberes Produkt zu kaufen.“

Rahmenprogramm

Begleitet wird der Käsemarkt von einem bunten Rahmenprogramm. Einige Beispiele: Slow Food Youth zeigt Filminterviews und macht eine „Teller statt Tonne“ Aktion.

Hof Berg macht für den Käsemarkt 2020 einen Käse im Kupferkessel.

Kinder der Stadtteilschule St. Pauli stellen sich vor (sie produzieren jeden Tag über 400 Essen). Sie zeigen: Kinder können kochen. Dieses ist auch das Thema einiger Veranstaltungen, die zeigen, dass Kinder gerne schmecken, riechen und kochen.

Weitere Verkostungen, Seminare, Gesprächsrunden locken.

 

Über Slow Food Hamburg

Slow Food ist eine weltweite Vereinigung, die sich für genussreiche Lebensmittel und für die Erhaltung regionaler Produkte und Speisen einsetzt, um die Geschmacksvielfalt zu bewahren. Slow Food engagiert sich für nachhaltige, artgerechte und sozial gerechte Produktionsbedingungen und eine Verarbeitung mit natürlichen oder artgerechten Mitteln. Slow Food vermittelt als Gastgeber auf gesellige Weise Wissen über Lebensmittel und deren ursprünglichen Geschmack und vereint Produzenten, Händler und Verbraucher in einer Lobby für Geschmack. Das Hamburger Convivium ist zusammen mit den Convivien in Lübeck, Lüneburg und Kiel im nördlichen Deutschland aktiv. Sie fördern die regionale Esskultur im Wesentlichen durch Veranstaltungen, Märkte und Informationen.

Über die Hobenköök

Wer Saisonal-Regionales bevorzugt und wissen will, woher seine Lebensmittel kommen, der ist in der Hobenköök (plattdeutsch für „Hafenküche“) genau richtig. Auf gut 600 Quadratmetern bietet das kreative Team unter der Leitung von Thomas Sampl, Neele Grünberg und Frank Chemnitz Lebensmittel von kleinen Genusshandwerkern aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen an. Die Produzenten liefern ihre Waren frisch in die Hobenköök, wo sie dann in der Markthalle zum Verkauf stehen und im Restaurant verarbeitet werden. Die Köche bedienen sich am saisonal wechselnden frischen Angebot und kochen daraus im Hobenköökstyle für Restaurant und Catering.

 

AUSSTELLER

Backensholz • Bauckhof Amelinghausen OGH • Biohof Eilte GbR  • Die Ziegerei • Elble Schafskäserei • Erdmannshof • Hof Berg GbR • Hof Hottbarg • Hof Klostersee • Hofmeierei Jeetzel • Jahnkes Ziegenkäse • Käse Kober • Kruses Hofmilch • La chevrerie • Landkäserei Fehling • Meierhof Möllgaard • Milchhof Reitbrook GbR  • Milchschafhof Brünjes • Öko Melkburen • Meierei Horst • Ziegenhof Bachenbruch • Ziegenhof Gülzer Geißen • Ziegenhof im Wiesengrund • Ziegenhof Rehder • Altländer Honigmanufaktur • Effenberger Vollkornbäckerei • Frau Frucht und Herr Gemüse • Mosterei Engelmann • Regionalwert AG • Schaalseemosterei • Senf Pauli Manufaktur • Wildwuchs Brauerei • Landhaus Schulze-Hamann • Rosenfeines.

Hamburger Käsemarkt „de Kees“

26. Mai, 10-17 Uhr

um und an der Hobenköök im Oberhafen

Stockmeyerstraße 43
20457 Hamburg

Eintritt: 3 Euro 

Da keine Parkplätze zur Verfügung stehen wird gebeten, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad zu kommen.

 

Über die Hobenköök

Genussvolle Hafenküche

Hobbenköök

 

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