
Kopenhagen bekommt ein neues Wahrzeichen am Wasser: Mit KAI eröffnet auf der Insel Papirøen das neue Wasser- und Kulturhaus. Auf 5.800 Quadratmetern vereint die öffentliche Einrichtung zehn Becken, Wellnessangebote, kulturelle Aktivitäten und direkten Zugang zum Hafen. Entworfen wurde das Gebäude vom japanischen Architekturbüro Kengo Kuma & Associates. Zu den Besonderheiten gehören ein Außenbecken zwischen fünf markanten Backsteintürmen, ein beheiztes Onsen mit Panoramablick auf den Hafen sowie ausgewiesene Badebereiche im Hafenwasser.
Die Idee für das neue Haus stammt aus der Kopenhagener Bevölkerung. Als die Stadt 2015 zur Einreichung von Vorschlägen für eine neue Kultur- und Freizeiteinrichtung auf Paper Island aufrief, gingen 160 Ideen ein. Die große Mehrheit sprach sich für einen Ort aus, der Schwimmen und Erholung mit Begegnungsmöglichkeiten für Vereine, Gemeinschaften und die Nachbarschaft verbindet.
Schwimmen zwischen Backsteintürmen mit Hafenblick
Die zehn Becken verteilen sich über mehrere Ebenen. Im Erdgeschoss befinden sich ein 25-Meter-Schwimmbecken, ein Lehrschwimmbecken und drei Spielbecken für Kinder. Im ersten Obergeschoss ergänzen ein Therapiebecken mit 36 Grad, ein Heißwasserbecken mit 42 Grad und ein Kaltwasserbecken mit 15 Grad das Angebot. Hinzu kommen zwei Außenbecken: Der sogenannte Valley Pool liegt zwischen den fünf Backsteintürmen und ermöglicht das Schwimmen unter freiem Himmel. Im Onsen können Gäste bei 36 Grad Wassertemperatur den Blick über den Hafen genießen.
Ein weiterer Bestandteil ist das öffentliche Hafenbad mit direktem Zugang zum Wasser: Ein 12 mal 50 Meter großer Schwimmbereich mit Blick auf den Opernpark sowie ein 6 mal 22 Meter großer Bade- und Tauchbereich vor KAI erweitern die Möglichkeiten zum Schwimmen im Freien. Das Holzdeck am Ufer und das öffentliche Hafenbad sollen ganzjährig rund um die Uhr zugänglich sein.

Architektur als Teil des Erlebnisses
KAI besteht aus fünf Backsteintürmen, die über einer leichten Glasstruktur zu schweben scheinen. Die Form der einzelnen Türme orientiert sich an den darunterliegenden Becken. Insgesamt wurden 300.000 handgefertigte Ziegelsteine und 403 Fenster verbaut, die gezielt Ausblicke auf die Umgebung rahmen und Tageslicht ins Gebäude lassen. Im höchsten Turm entsteht mit dem Culture Tower ein eigener Ort für Kultur und Bewegung. Dort sollen Veranstaltungen stattfinden und lokale Vereine, Initiativen und Kulturschaffende zusammenkommen. Auch die Kopenhagener können Ideen für kulturelle Aktivitäten rund um das Thema Wasser einreichen und so das Programm mitgestalten.
Offener Treffpunkt
KAI soll nicht nur ein Schwimmbad sein, sondern ein offener Treffpunkt, an dem körperliches und geistiges Wohlbefinden zum städtischen Alltag gehören. Kopenhagens Oberbürgermeisterin Sisse Marie Welling betont:
„Ich freue mich sehr über die Eröffnung des Wasser- und Kulturhauses. Kopenhagen braucht mehr Schwimmmöglichkeiten. Deshalb ist es besonders wichtig, dass wir nun neue Schwimmbecken für Erwachsene und Planschbecken für Kinder bekommen. Ich hoffe, dass sich das Haus zu einem neuenTreffpunkt für alle wasserbegeisterten Kopenhagenerinnen und Kopenhagener sowie für Besucherinnen und Besucher der Stadt entwickelt.“
Die Baukosten belaufen sich auf insgesamt 989 Millionen Dänische Kronen, umgerechnet rund 132 Millionen Euro. Die Stadt Kopenhagen steuert 443 Millionen Kronen bei, die Stiftung Nordea Fonden weitere 546 Millionen Kronen. KAI bietet Platz für insgesamt 380 Badegäste. Die Eintrittspreise orientieren sich an denen der übrigen Schwimmbäder der Stadt, die Öffnungszeiten sind täglich von 6 bis 21 Uhr.
Das Wasser- und Kulturhaus befindet sich derzeit noch im Bau und bleibt bis zur Eröffnung am 5. Dezember 2026 für die Öffentlichkeit geschlossen. Die vollständige Fertigstellung der Außenanlagen zum Hafenbaden ist für Anfang 2027 vorgesehen. Weitere Informationen unter www.kai.kk.dk






