Deutsche essen mehr Fisch – Lachs bleibt Favorit

In Bremen und Hamburg wird am meisten Fisch gegessen
11. September 2026

Die Verbraucher greifen wieder häufiger zu Fisch und Meeresfrüchten. Warum Lachs weiterhin an der Spitze steht, erklärt Stefan Meyer vom Fisch-Informationszentrum.

Die Menschen in Deutschland haben wieder deutlich mehr Lust auf Fisch und Meeresfrüchte. Insgesamt verzehrten sie im vergangenen Jahr pro Kopf 13,9 Kilogramm – 1,6 Kilogramm mehr als 2024, wie der Geschäftsführer des Fisch-Informationszentrums (FIZ), Stefan Meyer, in Hamburg sagte. Im weltweiten Verbrauch liege Deutschland damit im Mittelfeld. Spitzenreiter sei Island mit fast 84 Kilogramm Fisch und Meeresfrüchte pro Kopf.

Lieblingsfisch der Deutschen blieb der Lachs. Danach folgte der vor allem für Fischstäbchen genutzte Alaska-Seelachs, wie Meyer sagte. Auf die Plätze drei, vier und fünf kamen wie im Vorjahr der Thunfisch, der Hering und die Garnelen. Ebenfalls wie im Vorjahr aßen die Bundesbürger den Fisch den Angaben zufolge am liebsten aus der Dose sowie als Tiefkühlware. Danach folgten der Frischfisch sowie Krebs- und Weichtiere.

Bei den beliebtesten Fischarten zeigt sich ein vertrautes Bild: Lachs führt mit 19,2 Prozent, gefolgt von Alaska-Seelachs mit 18,5 Prozent. Dahinter folgen Thunfisch mit 13,9 Prozent, Hering mit 9,7 Prozent und Garnelen mit 9,3 Prozent. Die Rangfolge passt zu den bevorzugten Produktformen: Lachs und Alaska-Seelachs sind wichtige Arten im Tiefkühlsegment, Thunfisch prägt die Konserven und Hering findet sich häufig in marinierten Produkten und Feinkostsalaten. Die beliebtesten Arten spiegeln damit auch wider, in welchen Formen Fisch besonders häufig gekauft wird.

Norden vorn – aber nicht überall

Die Einkäufe privater Haushalte in Deutschland blieb mit durchschnittlich 5,1 Kilogramm Produktgewicht pro Kopf nahe am Vorjahresniveau (5,4 Kilogramm, Abnahme von 5,8 Prozent). Dabei zeigt sich ein deutliches Nord-Süd-Gefälle: Bremer und Hamburger Haushalte konsumierten 21,5 Prozent mehr Fisch und Seafood als der Bundesdurchschnitt (100 Prozent). Das Saarland liegt 22,6 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt und bildet damit das Schlusslicht im Ländervergleich.

Gleichzeitig zeigt der Blick auf Preise und Regionen: Der Fischkonsum entwickelt sich nicht überall gleich. Fisch ist teurer geworden, hat sich zuletzt aber weniger stark verteuert als Lebensmittel insgesamt. Und während Bremen und Hamburg beim Pro-Kopf-Verzehr vorn liegen, zeigt Mecklenburg-Vorpommern, dass die Nähe zum Meer allein noch keinen hohen Fischkonsum garantiert.