Johanna Rädecke

Redakteurin

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Rhabarber-Tarte-Tartin

Fruchtiges Frühlingsgemüse
20. April 2021

Soeben hat er die Frühlingssaison eingeläutet: frischer Rhabarber aus heimischem Anbau ist jetzt wieder überall im Handel zu haben. Erfrischend, leicht säuerlich und nicht zuletzt deshalb so beliebt wird das Trendgemüse meist wie Obst zubereitet.

Kulinarisch hat er nicht nur in Kompott, Kuchen oder Marmelade viel zu bieten. Auch in fruchtigen Sorbets, erfrischendem Sirup oder als raffinierte Zutat in Gratins und Cremes, süßsauren Chutneys, fruchtigen Soßen sowie unserer köstlichen Rhabarber-Tarte-Tatin machen die farbenfrohen Stangen eine exzellente Figur. Geradezu perfekt harmoniert Rhabarber mit Erdbeeren und Himbeeren. Und selbst in der pikanten Küche wird das rosa-rote Gemüse immer beliebter: mit Ingwer angedünstet, gibt es asiatischen Fisch- oder Tofugerichten eine besondere Note. Sogar in flüssiger Form trenden die fruchtigen Gemüsestangen. Eine Rhabarbersaftschorle ist ein erfrischend-prickelndes Vergnügen, das mittlerweile auf fast allen Café- oder Restaurant-Speisekarten gesetzt ist – und das nicht nur im Frühling!

©BVEO

Wissenswertes von der Stange

Rhabarber (botanisch: Rheum barbarum bzw Barbarenwurzel) ist ein Stangengemüse mit großen, grünen Blättern und je nach Sorte, langen Blattstielen – von grünlich bis rot. Ein Unterschied, den man sogar schmecken kann: Denn rotstieliger Rhabarber ist etwas milder als grünstieliger. Die beliebtesten Rhabarber-Sorten heißen “Vierländer Blut”, “Holsteiner Blut” oder auch “Goliath”, eine Sorte, die wie schon der Name vermuten lässt, besonders lange Stiele hat: 90 Zentimeter sind da keine Ausnahme. Ernten kann man die säuerlichen Stangen bis zum Johannistag am 24. Juni. Danach braucht das Gemüse Ruhe, um sich erholen zu können. 

Einkauf und Lagerung – Frische Stangen sehen fest und glänzend aus und haben feuchte Schnittstellen. Sind darüber hinaus die Blätter straff und knackig, ist man auf der sicheren Seite. Eingeschlagen in ein feuchtes Tuch bleibt Rhabarber im Kühlschrank zwei bis drei Tage frisch. Wer Rhabarber länger lagern will, sollte ihn am besten einfrieren. So hält er bis zu zwölf Monate. Dafür entfernt man die Blätter, putzt die Stangen und schneidet sie in kleine Stücke. 

Tipp: Wer alle Stücke getrennt voneinander auf einem Blech vorfriert, kann den Rhabarber später portionsweise auftauen. So ist er bis zu einem Jahr haltbar.

Zubereitung – Vor der Zubereitung unbedingt die Blätter entfernen und die oberen und unteren Enden der Stängel großzügig abschneiden. Anschließend die Rhabarberstangen gründlich unter kaltem Wasser waschen. Während roter Rhabarber nicht geschält werden muss, sollten die grünen Stangen gehäutet werden. Nur ganz junger, zarter Rhabarber kann auch ungeschält verarbeitet werden.

©BVEO/ Ariane Bille

Rezept: Rhabarber-Tarte-Tatin

Zutaten für 1 Tarte bzw. 4 Stücke

  • 300 g Rhabarber
  • 50 g Butter
  • 100 g Zucker
  • 1 Packung Blätterteig
  • 200 g Sahne
  • ½ Päckchen Vanillezucker
  • 5 Blättchen Minze


Zubereitung

  • Backofen auf 200 °C vorheizen. Rhabarber putzen und in etwa 20 cm lange Stücke schneiden.
  • Zucker in einer beschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze unter Rühren goldbraun karamellisieren lassen. 45 g Butter in Stücken schneiden, zum Zucker geben und unter Rühren auflösen. Auflaufform (etwa 25 x 20 cm) mit der restlichen Butter fetten, Karamell in die Form geben und verstreichen.
  • Rhabarber dicht nebeneinander in die Form auf das Karamell legen. Den Teig in der Größe der Form ausschneiden, über dem Rhabarber ausrollen. Überstehenden Teig in die Form drücken und mehrfach mit einer Gabel einstechen.
  • Tarte auf mittlerer Schiene des Ofens etwa 30 Min. goldbraun backen. Kurz auskühlen lassen. Anschließend vorsichtig stürzen und mit Minzblättchen bestreuen. Sahne mit Vanillezucker steif schlagen und mit der warmen Tarte genießen.