Johanna Rädecke

Redakteurin

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Lappland – Wo der Weihnachtsmann zu Hause ist

Ein Junge namens Weihnacht
18. November 2021

Schnee, Schlitten und Rentiere – Lappland, im hohen Norden Finnlands gelegen, verwandelt sich im Winter in eine magische Landschaft. Kein Wunder also, dass hier der Weihnachtsmann zu Hause ist. In der Stadt Rovaniemi am Polarkreis kann man ihn sogar besuchen. Den Charme der finnischen Winterlandschaft können Filmfans in der Adventszeit auch im Kino bewundern: Der in Lappland gedrehte Film „Ein Junge namens Weihnacht” stimmt auf die Festtage ein, und zeigt den Zauber des verschneiten Finnlands. Der Familienfilm startet im Verleih von Studiocanal am 18. November 2021 in den Kinos.


Ein Junge namens Weihnacht

Ein kleiner Junge stapft durch den Winterwald, die Sonne senkt sich über verschneite Berge, Rentiere fliegen in den Polarhimmel: Diese märchenhaften Szenen des Films „Ein Junge namens Weihnacht” wurden in Lappland gedreht. In Torassiepintie, Muonio und Kilpisjärvi, in Sodankylä und Jerisjärvi, um genau zu sein. Die Orte klingen exotisch und allen ist eines gemeinsam: Ab dem späten Herbst überzieht eine dichte Schneedecke das Land. Matt Haig, Autor des Buches Ein Junge namens Weihnacht, erklärt warum er die Geschichte in Finnland spielen lässt: „Finnland war für mich die offensichtliche Wahl. Zumindest in meiner Vorstellung ist es die traditionelle Heimat des Weihnachtsmanns. Lappland beflügelt die Fantasie, und die finnischen Namen der Menschen und Orte bringen zusätzlichen Zauber in jede Geschichte.” Für die Dreharbeiten von „Ein Junge namens Weihnacht” hat der Regisseur Gil Kenan die Magie des Polarkreises eingefangen. Erzählt wird die Geschichte der Kindheit des Weihnachtsmannes, der als Junge namens Nikolas in Finnland aufwächst, und wie aus ihm auf dem Weg zum Nordpol der Weihnachtsmann wird. Filmstart in deutschen Kinos ist der 18. November, gerade rechtzeitig, um sich auf die Weihnachtszeit einzustimmen.

Im Laufe der Dreharbeiten wurde Gil Kenan zum Finnland-Fan: „Ich wusste von Fotos und aus der Recherche, dass Finnland ungewöhnlich schön ist, aber ich hatte das Gefühl, das Land mit meinen eigenen Augen sehen zu müssen, um die Gegend authentisch im Film wiederzugeben, und um der reichen Kultur gerecht zu werden”, so Kenan. „Meine erste Reise nach Lappland war im Dezember, und das Wunderbare der Landschaft (und die Kälte!) trafen mich wie ein Schock. Nie werde ich den ersten Sonnenaufgang vergessen, als ich aus meinem Zimmer trat. Ein tiefsattes Band von Farben spannte sich in sanftem Rosa und Purpur über den Himmel. Ich hatte noch nie solche Farben gesehen”, beschreibt er seinen ersten Tag in Lappland. „Wir begannen, die Gegend mit dem Helikopter zu erkunden, und jede neue Aussicht inspirierte mich dazu, die Bildsprache des Films zu neuen Höhen zu drängen. Am Ende dieser Reise war ich sicher, dass wir einen Teil des Films vor Ort in Lappland drehen müssen, damit das Publikum dieselbe Bewunderung und Ehrfurcht fühlt, die ich an diesem Tag empfand, und die unser junger Held Nikolas auf seinen Abenteuern erlebt.”

Mit der finnischen Filmcrew hält der Regisseur noch immer Verbindung, und zu seinen liebsten Erinnerungen gehört ein Aufenthalt auf einer Rentierfarm – den Tieren so nahe zu kommen, sei eine unvergessliche Erfahrung. 

Um das exotische der Schneelandschaft einzufangen, filmte Kenan auch an schwer zugänglichen Orten: „In Kilpisjärvi konnten wir die vereiste Tundra nur mit dem Schneemobil erreichen. Für einige Aufnahmen banden wir unsere Arri 70mm Kameras mit Bungeeschnüren an die Gefährte und filmten während der Fahrt. Es war ein wirklich wildes Erlebnis, und es macht den Film besser.”

Informationen zum Film 

Weihnachtsdorf Rovaniemi 

Auch heute noch ist der Weihnachtsmann in Finnland zu Hause – und man kann ihn besuchen, sogar jeden Tag. Das Büro des Weihnachtsmanns im Herzen des Weihnachtsmanndorfes in Rovaniemi hat seit 1992 das ganze Jahr über geöffnet. Ein Paradies für Familien und Weihnachtsfans, denn hier gibt es Rentiere, Trolle, Elfen und Wichtel. Der Weihnachtsmann ist übrigens ganz im 21. Jahrhundert angekommen, und das Weihnachtsmanndorf hat eine eigene Website https://santaclausvillage.info/de/ inklusive Webcam und virtuellem Rundgang.


Finnisches Winterwunderland 

Schneeschuhwandern, Rentierfüttern, Nordlichter beobachten…  Wer den Reiz des finnischen Winters selbst erleben möchte, kann auf der Seite von VisitFinland eine Auswahl besonderer Reisen entdecken. Jede Reise kombiniert typisch finnische Winteraktivitäten und stellt das Einzigartige der jeweiligen Region vor.


Erlebnis Finnisch-Lappland

Eine fünftägige Kurzreise in die fantastische Winterwelt Finnisch-Lappland bietet NordNatur Reisen an. Bei einer Hundeschlittentour, einer Rentierschlittenfahrt oder auf eigene Faust auf Skiern oder Schneeschuhen geht es durch die verschneite Wildnis. Ein Besuch beim Weihnachtsmann darf natürlich nicht fehlen.
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Für Nordlicht-Jäger – Vom Polarkreis zu den Glasiglus

Ideal für Fotografen und Motivjäger ist eine Tour zum Polarkreis von Hummel ReiseIdeen. Ganz individuell geht es mit dem Mietwagen durch die finnischen Weiten bis hoch nach Lappland, mit der Gelegenheit, einfach anzuhalten und die Landschaft aufzunehmen. Um keine Chance zu verpassen, die spektakulären Nordlichter zu erspähen, übernachten die Gäste auf dem letzten Teil der Reise in Glasiglus mit freiem Blick auf den Himmel.
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Aktiv auf und an Finnlands südlichstem Fjäll

Mit dem Fatbike durch den Schnee, auf Schneeschuhsafari auf der Suche nach den Nordlichtern, Skispaß und Snowboarden und natürlich ein Besuch im Weihnachtsmanndorf: Fintouring hat eine Reise in das beliebte Skigebiet Iso-Syöte und nach Rovaniemi zusammengestellt. Wer mag, kann eine Husky-Safari hinzubuchen oder bei einer Führung durch das Eishotel „Arctic Snowhotel” eines der ungewöhnlichsten Hotels der Welt bewundern.
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Polarlichtreise nach Lappland

Einen Logenplatz für die faszinierenden Lichtspiele am nordischen Winterhimmel hat Feelgood Reisen reserviert. Höhepunkt der Reise zu den Nordlichtern ist der Aufenthalt im Polarlicht-Resort im Norden Finnlands, wo kein künstliches Licht die Dunkelheit stört. In Skycabins mit Panoramafenstern können Gäste die grün bis violett schillernde Aurora Borealis sogar vom Bett aus beobachten. Die Reise an den Polarkreis gestaltet sich ganz nachhaltig mit Schiff und Bahn.
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