War noch was? – Bombenfund in Niedersachsen bei der Kartoffelernte

27. August 2026

Das wäre eine dicke Knolle gewesen: Ein 40-Zentimeter-Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg ist bei der Kartoffelernte nahe Osnabrück unbemerkt zwischen die Erdäpfel geraten. Erst mit Verspätung wurde Alarm ausgelöst.

Einen solchen Fund macht man auf dem nordwestdeutschen Kartoffelacker glücklicherweise nicht alle Tage. Bei der Kartoffelernte in Niedersachsen ist eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg unentdeckt auf ein Förderband geraten.

Sie sei zwischen vielen Kartoffeln von einem Feld zu einem landwirtschaftlichen Betrieb im Landkreis Osnabrück gebracht worden, bestätigte ein Polizeisprecher.

Wie Nord-West-Media TV berichtete, war die Munition von der Erntemaschine mit aufgenommen worden. Nach Angaben des Sprengmeisters passierte sie dann sogar die Sortier- und Waschanlage. Erst danach bemerkten Beschäftigte des Betriebs in Ankum den unüblichen Gegenstand auf dem Förderband und wählten den Notruf.

Der Kampfmittelräumdienst sprengte die 40 Zentimeter große Splitterbombe. Nach Angaben der Polizei wurden dafür wenige Häuser geräumt, die Menschen mussten vorübergehend ihr Zuhause verlassen.

Munition auf Felder liegen lassen

In diesem Fall lief der Fund glimpflich ab. Wie schief derartige Situationen gehen können, zeigte sich am zuletzt in Goch am Niederrhein. Dort war eine alte Patrone in der Hand eines 16-Jährigen explodiert und hatte ihn verletzt.

Der Jugendliche habe in Goch mit einem Metalldetektor ein Feld abgesucht, sagte ein Polizeisprecher. Dabei habe er am Dienstag die Patrone gefunden und sie in die Hand genommen. »Dort ist sie explodiert«, so der Sprecher.

Der 16-Jährige habe noch Glück gehabt, weil die Explosion offensichtlich nicht allzu stark war. Er kam den Angaben zufolge mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus. Ob die Patrone noch aus dem Zweiten Weltkrieg stammt oder jüngeren Datums ist, ist noch unklar.

Der Fall zeige, dass man gefundene Munition niemals anfassen solle, mahnte der Sprecher. »Wenn man solche Sachen findet, sollte man die Behörden informieren, sie aber auf keinen Fall selbst aufheben. Man kann nie sicher sein, ob alte Munition nicht doch noch gefährlich ist.«