„Gourmet-Bibel“ öffnet sich für Unkonventionelles

Mit ihrer neuen POP-Kategorie öffnet sich die internationale Gourmet-Bibel für unkonventionelle Konzepte und fördert eine junge Generation ambitionierter Gastronomen
Der Gault&Millau bewertet nicht nur Restaurants, er versteht sich auch als Trendbarometer und Entdecker junger Talente sowie neuer Entwicklungen in der deutschen Gastronomie-Landschaft. In seiner gerade erschienenen Ausgabe 2019 porträtiert der Guide verstärkt eine neue kulinarische Unbeschwertheit: „Bestes Indiz für die erstarkende gastronomische Kultur im Lande ist die Tatsache, dass sich bei uns – nach dem Vorbild französischer Neo-Bistros und lässiger skandinavischer Gastkultur - immer mehr junge, unkonventionelle Konzepte entwickeln, die kulinarischen Anspruch mit viel Lockerheit verbinden“, so die Tester. Deshalb führen sie eine neue Kategorie ein: POP – ein Signet für all die Bistros, Szenetreffs und anderen Küchenkonzepte, die (noch) nicht im Gault&Millau punkten können, wo aber engagierte Gastgeber ihre Vorstellungen von unkompliziertem Genuss umsetzen. Und damit zeitgemäß auf neue Wünsche der Gäste eingehen.

Unterhaltung mit anständiger Kost

Gleich 70 attraktive POP-Adressen machten die Tester zwischen Sylt und Tegernsee ausfindig und demonstrieren damit, wie bunt und vielfältig das gastronomische Angebot heute in Deutschland ist: Es reicht von der Münchner „Drunken Dragon Bar“, wo man vor buntem Graffiti und bei DJ-Sound beste Soft Shell Crabs und kantonesisch inspirierte Dim Sum genießt, über das „Funky Fish“ in Berlin, wo Gäste auf Holzbänken sitzend frischestes Jakobsmuschel-Carpaccio aufgabeln bis zum „Edelsatt“ in Hamburg, das sich dem Thema Wildfleisch verschrieben hat und zartestes Reh mit Birnen-Ingwer-Chutney im Bio-Burger-Bun auftischt. Eine POP-Adresse kann ein veganes Lokal wie das „Zest“ in Leipzig sein, ein junges bayerisches Gasthaus wie „Xaver’s“ in München, eine ambitionierte Sushi Bar wie „Kokoro“ in Nürnberg oder eine Cevicheria wie „La Cevi“ in Frankfurt, ein Burger-Laden wie „Karl Hermann's“ in Köln oder eine Edelkneipe wie „Brot&Bier“ auf Sylt. Auch ein aromenstarkes Kaffeehaus-Konzept wie „Diers Kaffee“ in Verden oder eine engagierte Weinbar wie „Café du Sommelier“ in Düsseldorf findet der Guide empfehlenswert, wenn sie einen interessanten kulinarischen Akzent haben. All diesen Entwicklungen jenseits des klassischen Restaurantformats will das neue POP-Signet Anerkennung verschaffen. Solange der Inhalt (Speis & Trank) überzeugt, ist gegen zeitgeistige Lockerheit und Unterhaltung in der Gastronomie nichts einzuwenden.

 

Die Top Ten POP-Lokale des Gault&Millau in Deutschland

Standard Pizza, Berlin

Torbar , Berlin

Chopstick, Fürth

Neumann’s, Hamburg

Pigbull BBQ, Köln

Herr Bergs Garten, Leipzig

Usagi, München

Haubentaucher, Rottach-Egern

Else am See, Schüttorf

Les Deux Dienstbach, Wiesbaden

Gault-Millau Restaurantguide 2019

Insgesamt beschreibt und bewertet der Gault&Millau in seiner neuen Ausgabe 1026 Adressen, darunter 216 neu aufgenommene. 848 Gourmetlokalen und Landgasthöfen, Bistros und Hotelrestaurants verleihen die 32 Tester die begehrten Kochmützen.

Der Guide erscheint im Münchner ZS Verlag (768 Seiten, 39.99 Euro).

Vorstellung des Gault&Millau Restaurantguides 2019:

www.nordische-esskultur.de/Gastronomie/Gault-Millau-kuert-Spitzengastronomie

Die besten Köche Hamburgs:

www.nordische-esskultur.de/Koeche/Austernwasser-statt-Alsterwasser-Die-besten-Koeche-Hamburgs

Die besten Köche Schleswig-Holsteins:

www.nordische-esskultur.de/Gastronomie/Koeche/Weniger-Luxus-mehr-vom-Wegesrand