Kultur und Genuss in Niedersachsen

Der Juni steht in den Startlöchern und weckt bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen die Hoffnung nach wohlig-milden Temperaturen und Sonne satt. In Niedersachsen finden in diesem Juni vielseitige Events statt, mit denen man auf jede Wetterlage vorbereitet ist. Nordische Esskultur stellt drei Veranstaltungen vor.

CULINARIA Bad Essen

Genießen auf dem Bad Essener Kirchplatz vom 14. - 16. Juni 2019

 

Der Solekurort Bad Essen liegt mitten in der Varus-Region des Osnabrücker Landes. Der malerische Fachwerkort ist Teil des internationalen Netzwerks „Cittaslow“ – eine Auszeichnung, die nicht zuletzt wegen der Vielzahl an regionalen, ehrlichen, guten Produkten verliehen wurde. Bei der schon zum 9. Mal stattfindenden CULINARIA zeigen die örtlichen Gastronomen was sie können.

Am 15. und 16. Juni gibt es die raffinierten Genüsse. Zubereitet werden diese von den teilnehmenden Gastronomen direkt auf dem historischen Kirchplatz in Bad Essen. Hausgebackener Zwiebelkuchen mit Kräutercrème und Rucola, Lammlachs auf Pak Choi, gebeiztes Rinderfilet auf grünem Spargel-Chicoréesalat, Hackröllchen gefüllt mit Tomaten und Schafskäse an griechischem Bauernsalat dazu Tzatziki, Wittlager Kartoffelplate „Bolbec“ mit Birnenspalten und Ziegenkäse – das sind nur einige der Köstlichkeiten, die es zu probieren gilt.

Kein Gericht ist dabei teurer als 6 €, sodass sich die Besucher richtig durchschlemmen können. Zwischen den Linden stehen dann die weißen Pagoden auf dem Kirchplatz, vor der Kirche die Bühne, auf der an beiden Tagen Livemusik für das passende musikalische Ambiente sorgt. Umringt von alten Fachwerkhäusern sitzen und speisen die Gäste, und am Sonntag richtet die Kirchengemeinde St. Nikolai eine leckere Kaffeetafel aus.

Startschuss für das Genießer-Wochenende ist die After Work Party „Culinaria Warm Up!“ am Freitag, 14. Juni von 18-22 Uhr mit House Musik vom DJ, Cocktails und Fingerfood

 Ausstellung im Herzog-Anton-Ulrich-Museum in Braunschweig

Dressed for Success. Matthäus Schwarz – Ein Modetagebuch des 16. Jahrhunderts

 

Selfies sind das Mittel der heutigen Generation, um aktuelle Modetrends in den sozialen Netzwerken zu verbreiten. Ein paar Hashtags dazu und fertig ist nicht nur der Post für die sozialen Medien, sondern auch ein Zeugnis der Modetrends für die Nachwelt.

Ganz so einfach hatte es Matthäus Schwarz im 16. Jahrhundert nicht, dennoch könnte man ihn als einen der ersten Selfie-Modeblogger der Geschichte bezeichnen. In seinem „klaidungsbuechlin“ ließ der gelernte Buchhalter aus Augsburg über 40 Jahre hinweg aufzeichnen, welches Kleidungsstück er zu welchem Anlass trug. In einer Zeit, als sämtliche Mode noch per Hand für einen speziellen Anlass gefertigt wurde, füllte sich schnell Seite um Seite in seinem Modetagebuch. Damit hinterlässt Matthäus Schwarz eine einzigartige Quelle für die Männermode der Renaissance, die in Braunschweig zum ersten Mal in einer großen Sonderausstellung präsentiert wird.

Internationale Leihgaben von Gemälden, Druckgraphiken, Medaillen und Goldschmiedearbeiten illustrieren nicht nur sein Lebensumfeld, sondern zeigen ihn selbst als Auftraggeber außergewöhnlicher Kunstwerke. Die Ausstellung rund um das „klaidungsbuechlin“ führt die Besucherinnen und Besucher durch eine bewegte Epoche vom frühen Welthandel und der Reformation sowie von Augsburg bis nach Venedig.

UNESCO Welterbe

 

Am 2. Juni präsentieren sich die 44 deutschen UNESCO-Welterbestätten wieder von ihrer schönsten Seite. Auch in Niedersachsen wird der Tag mit einem Sonderprogramm begangen.

Im Mariendom und in der St. Michaelis Kirche in Hildesheim steht alles unter dem Motto "Welterbe klingt", während das Fagus-Werk in Alfeld ganz im Zeichen des Jubiläums "Bauhaus 100" feiert. Das Erzbergwerk Rammelsberg in Goslar gewährt freien Eintritt und präsentiert alte Bergbaumaschinen sowie hochmoderne Bergbaufahrzeuge.

Die wertvollsten Kultur- und Naturstätten der Menschheit werden von der UNESCO weltweit mit dem Titel "Welterbe" ausgezeichnet. In Niedersachsen finden sich mit dem Fagus-Werk Alfeld, dem Mariendom und der St. Michaelis-Kirche in Hildesheim sowie der Altstadt von Goslar gleich mehrere UNESCO-Weltkulturerbestätten gut erreichbar für einen Tagesausflug oder als Urlaubsziel.

Weitere UNESCO-Welterbestätten warten inmitten der niedersächsischen Natur auf Besuch: Das Harzer Erzbergwerk Rammelsberg und die Oberharzer Wasserwirtschaft, die zusammen mit der Altstadt Goslar zum Welterbe im Harz gehören. Neben diesen ausgezeichneten Orten gibt es da auch noch das Wattenmeer, das zum UNESCO-Weltnaturerbe gekürt wurde und mit dem Gezeitenspiel von Ebbe und Flut weltweit einzigartig ist.

Einen guten Überblick bietet die Website www.reiseland-niedersachsen.de/erleben/kultur/unesco-welterbe, wo sich Interessierte zu den Welterbestätten und den dazugehörigen Events am 02.06.2019 informieren können.