Spannende Ausstellung über Esskultur

Die Ausstellung „Kiel kocht. Lebensmittelerzeugung, Ernährung und Esskultur im 19. und 20. Jahrhundert“ widmet sich der lokalen Ernährungsgeschichte in einer Großstadt wie Kiel. Dabei umfasst die Kieler Ernährungsgeschichte mehr als Sprotten und Fischbrötchen: Der Wandel von Lebensmitteln und Ernährungsweisen in der wachsenden Großstadt und die Entwicklung der Küche vom offenen Herdfeuer bis zur Mikrowelle werden in dieser Ausstellung verbunden mit Aspekten der örtlichen Nahrungsmittelindustrie und des Handels und dabei zugleich in den allgemeinen zeit- und kulturgeschichtlichen Kontext gestellt. Spannend ist zum Beispiel die Frage, wann und wie sich die bürgerliche Esskultur entwickelte und auf welche Traditionen sie fußt. Gab es die Traditionen, auf die sich bezogen wurde, überhaupt? Auch die Ernährung in Zeiten des Krieges (1914-18) zeigt die Bedeutung von „Essen & Trinken“. Ohne Mangelernährung und Hungersnot kein Matrosenaufstand.
Auf drei Etagen des Kieler Stadtmuseums Warleberger Hof werden mehr als 400 historische Objekte aus der Museumssammlung – Möbel, Küchengerät, Geschirr, Kochbücher, Werbegrafiken, Plakate und Kunst – sowie zahlreiche Fotos aus dem Kieler Stadtarchiv gezeigt und geben gute Einblick in unsere Esskultur der letzten 200 Jahre in Kiel.
Ein umfangreiches Begleitprogramm mit Führungen, Vorträgen, Diskussionen, Kulturveranstaltungen und Menüabenden runden die Ausstellung ab, sorgen für sinnliche Momente.

Wann & wo?

Sonntag, 25. November 2018 bis 9. Juni 2019

Öffnungszeiten: Di, Mi, Fr-So: 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr, montags geschlossen

Stadtmuseum Warleberger Hof, Dänische Straße 19, Kiel

Eintritt frei

Zum Begleitprogramm: www.kiel-museum.de

Zur Ausstellung erscheint eine gleichnamige Publikation mit Texten von Doris Tillmann, Julian Freche, Sonja Kinzler, Sandra Scherreiks, Katrin Seiler-Kroll und Fotografien von Matthias Friedemann beim Verlag Ludwig.

Doris Tillmann (Hg.): Kiel kocht. Lebensmittelerzeugung, Ernährung und Esskultur im 19. und 20. Jahrhundert. Verlag Ludwig, 256 Seiten, Klappbroschur, 24,90 Euro.