Angebote für kleine und große Hacksilberbeutel

Herbstzeit ist Messezeit in Haithabu. Wie vor 1000 Jahren finden sich am ersten November-Wochenende (3. und 4.) wieder Händler aus nah und fern in der einstigen Handelsmetropole ein, um ihre Waren feilzubieten. Die Museumsbesucher erwartet wieder ein stimmungsvolles Messeerlebnis, denn die Händler errichten ihre Verkaufsstände in den Ausstellungsräumen unmittelbar vor den Vitrinen mit den originalen Funden. Museumsleiterin Ute Drews konnte mehr als 30 Händler und Handwerker für die diesjährige Herbstmesse gewinnen, die ein reiches Angebot an hochwertigen und handgefertigten Waren bereithalten. Sie verwandeln das Museum in einen lebhaften Marktplatz, an dem so manch langgehegter Wunsch erfüllt werden kann oder die Wintervorräte aufgefüllt werden können.

Zum ersten Mal auf der Herbstmesse ist Sabine Seifert, die sich bei ihren Schmuckkreationen von wikingerzeitlichen Funden inspirieren lässt. Kunstvolle Stickereien, wie wir sie vom berühmten Teppich von Bayeux kennen, sind am Stand der Handstickerin Barbara Baumgarten zu erwerben. Aus Norwegen kommt Gerlind Thiessen. Die nach Sápmi ausgewanderte Kunsthandwerkerin lernte viele Fertigkeiten von den Samen und präsentiert so ein einzigartiges Sortiment: Schmuck und kleine Gebrauchsgegenstände aus Elch- und Rentiergeweih sowie Mammutelfenbein. Aus Polen werden wieder Fernhändler erwartet, die an die Handelsbeziehungen zwischen Wikingern und Slawen anknüpfen.

Wem vom Schauen, Feilschen und Kaufen der Magen knurrt: Keine Sorge, denn vor dem Museum verwöhnen Gemüsehändler, Bäcker, Käsemacher, Imker und Schlachter die Besucher mit wikingerzeitlichen Spezialitäten. Gleich nebenan im Café kann man sich bei heißem Fliederbeersaft aufwärmen und schmackhafte Wildwurst vom Grill genießen.

An beiden Tagen findet ein abwechslungsreiches Begleitprogramm statt. Zwei Vorträge bieten interessante Einblicke in neuste Forschungsergebnisse. Um 11 Uhr referiert Dr. Sven Kalmring über die Ausgrabung 2017 im Flachgräberfeld von Haithabu: „Mit Gold und Silber in den Himmel?“, um 14 Uhr spricht Dr. Alexandra Pesch über „Das Rätsel der winzigen Goldblechfiguren“. Zwischen den Vorträgen wird im Kino der neue Museumsfilm „Haithabu – Fernhandelszentrum zwischen den Meeren“ gezeigt. Um 12 und um 15 Uhr laden Moderatoren zu einem Spaziergang durch das historische Gelände in Haithabu ein.

Erstmals wird ein kostenloser Shuttledienst eingerichtet, der im 30-Minuten-Takt zwischen dem Parkplatz auf dem Gelände von Jaster-Hydraulik am Kreisel „Wikingerland“ und dem Museum pendelt.

Foto: Fernhändlerin im Wikinger Museum Haithabu, (c) Landesmuseen Schloss Gottorf 2018

Winterpause

Neu in diesem Jahr: Die Wikinger Häuser bleiben noch während der Herbstmesse geöffnet. Nach oder vor dem Besuch der Händler im Museum lockt der Spaziergang ans herbstliche Noor und zum Freigelände. Ab Montag, 5. November, gehen die Häuser dann in die Winterpause, das Museum hat während der Winterpause dienstags bis sonntags von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

Mehr über Wikinger auf Nordische Esskultur:
www.nordische-esskultur.de/Geschichte/Wikinger

Foto: Museumsleiterin Ute Drews und VSF-Fahrer Jörg Kardel, (c) Landesmuseen Schloss Gottorf 2018

 

Herbstmesse im Wikinger Museum Haithabu

Sonnabend, 3. November und Sonntag, 4. November 2018, 9-17 Uhr
Eintritt: 7 Euro
Familienkarte: 15 Euro

www.haithabu.de