Gastrofestival trifft Foodfotografie

Das lockerste und innovativste Gastrofestival Europas trifft auf die angesagteste Foodfotografie-Ausstellung Deutschlands – der Sommer bleibt auch kulinarisch brandheiß. Auf nach Berlin.

Martin Parr, New Brighton, England, 1983–85, Archival Pigment Print © Martin Parr/Magnum Photos


Das lockerste und innovativste Gastrofestival Europas trifft auf die angesagteste Foodfotografie-Ausstellung Deutschlands - der Sommer bleibt auch kulinarisch brandheiß. Am 13. August 2019 tischt der Festivalleiter des eat! berlin Feinschmeckerfestivals, Bernhard Moser, anlässlich der Ausstellungsreihe FOOD FOR THE EYES . The Story of Food in Photograph im C/O Berlin gemeinsam mit befreundeten Berliner Gourmetspitzen ein exquisites Vier-Gang-Menü mit erlesener Weinbegleitung auf: Karina Appeldorn (Pâttisière des Jahres 2015, Gault&Millau), die Zweisterneköche Sebastian Frank** (Bester Koch Europas 2018, Madrid Fusion) und Marco Müller** (Koch des Jahres 2018, Rolling Pin Award) und Sternekoch Max Strohe* (Aufsteiger des Jahres 2016) werden zwischen Werken von Nobuyoshi Araki, Peter Fischli, Irving Penn, Cindy Sherman im zeitgenössisch musealen Ambiente ihre Kochlöffel schwingen und Augen sowie den Gaumen der Gäste aufs Sinnlichste verwöhnen.

Joseph Maida #fish #donut #divers #thingsarequeer, December 1 2015 . Courtesy der Künstler
 

Essen ist Kultur

eat! berlin Festivalchef Bernhard Moser, der durch den Abend führen wird, blickt begeistert auf dieses kulinarisch-künstlerische Berlin-Highlight, das Amuse-oeil und Amuse-bouche verbinden wird:
„Dieser gemeinsame Abend beinhaltet alles, wofür eat! berlin steht. Essen ist Kultur, genauso wie der Besuch eines Museums oder eines besonderen Theaterabends. Ein Spitzenkoch inszeniert den Abend wie ein Konzertmeister. Essen spricht gleichzeitig das Auge, den Gaumen und den Geruchssinn an. Und Essen verbindet: es bringt Menschen unterschiedlichster Herkunft an einen Tisch.“ Genießen mit allen Sinnen, sich verführen und inspirieren lassen, sei auch an diesem Abend Programm. eat! berlin fördere die Gemeinsamkeit des genussvollen kulinarischen Austauschs. Nicht zuletzt schaffe doch „Food“ oder „Essen“ eine kulturübergreifende, gemeinschaftliche Sinnstiftung, die heute in unserer schnelllebigen, oberflächlichen Zeit so oft verloren ginge, so Bernhard Moser, der durch den Abend führen wird und auch die Weine ausgewählt hat.
Zur Einstimmung auf die feinen kulinarischen Hochgenüsse wird während einer 30minütigen Führung ein intensiver Einblick in die vielen Geschichten des Essens in der Fotografie vermittelt. Denn Foodfotografie kann - ebenso wie das Essen selbst - die unterschiedlichsten Themen fokussieren: Familie, Tradition, Ritual, Kultur, Wohlstand, Armut, Gender, Rasse, Lust, Ekel, Konsum und Verschwendung. FOOD FOR THE EYES bietet einen umfangreichen Überblick über die Darstellung von Essen in der Fotografie der letzten zwei Jahrhunderte in drei Kapiteln: Stillleben zeigt, wie die Malerei die Food Photography inspirierte. Around the Table blickt auf die Rituale des gemeinsamen Essens, auf die Werte und die kulturellen Identitäten, die sich darin widerspiegeln. Playing with Food beleuchtet mittels vielfältiger Ausdrucksweisen wie in der Kombination von Spiel und Nahrungsmitteln Werke entstehen, die unser Leben und unsere Zeit humorvoll reflektieren.

Ouka Leele, Peluquería, 1979, C-Print © Ouka Leele

 

Über die Ausstellung

Wiener Würstchen, Bockwürste, Schinken, Petersilie und Gewürzgurken als Requisiten einer grotesk absurden Szenerie – die Wurstserie des Schweizer Künstlerduos Peter Fischli und David Weiss ist legendär. Die gefrorenen Gemüse- und Obstwürfel und kunstvoll arrangierten Stillleben des amerikanischen Modefotografen Irving Penn sind es ebenso. Die quietschbunten Törtchen und Baked Beans auf Toast des britischen Magnum-Fotografen Martin Parr bedienen ein britisches Klischee, während die Arbeiten von Cindy Sherman und Martha Rosler das Rollenbild der Frau in der Küche hinterfragen. Die Ausstellung Food for the Eyes bei C/O Berlin blickt auf die vielen Geschichten des Essens in der Fotografie.

Die Aufnahme von Nahrungsmitteln ist lebensnotwendig – wie Luft, die wir atmen, oder Wasser, das wir trinken. Sie zählt zu den täglichen Grundbedürfnissen des Menschen, weckt die Sinne und betrifft das private und öffentliche Leben gleichermaßen. Nahrung und der Akt des gemeinsamen Essens spielen für unsere Rituale, Religionen und Feste eine entscheidende Rolle. Im Essen spiegeln sich unsere Wünsche und Fantasien wider. Als immer verfügbares und alltägliches Sujet wurde und wird Essen vielfach dargestellt. Food Photography kann deshalb – ebenso wie das Essen selbst – die unterschiedlichsten Themen fokussieren: Familie, Tradition, Ritual, Kultur, Wohlstand, Armut, Gender, Race, Lust, Ekel, Konsum und Verschwendung.

Mit Werken aus den Bereichen der Mode und des Fotojournalismus bis hin zur Werbung bietet die Schau einen umfangreichen Überblick über die Darstellung von Essen in der Fotografie der letzten zwei Jahrhunderte.

Die Ausstellung, kuratiert von Susan Bright und Denise Wolff, wurde organisiert von der Aperture Foundation, New York, und entstand in Zusammenarbeit mit C/O Berlin.

Über eat! berlin

2011 ist eat! berlin bescheiden mit 400 Besuchern als kleine Veranstaltungsreihe in der Berliner Sternegastronomie gestartet. In den letzten Jahren ist es zu einer festen Größe im Berliner Feinschmecker- und Kulturbetrieb geworden und auch über die Grenzen der Hauptstadt hinaus bekannt.

Die nächste eat! berlin findet vom 20. Februar bis 1. März 2020 statt.
www.eat-berlin.de



Gourmetabend am 13. August 2019

Start Führung: 18:30 Uhr
Start Dinner: 19:00 Uhr
149 Euro pro Person

Öffentliche Führungen:
Samstag 14 Uhr, 16 Uhr und 18 Uhr (englisch)
Sonntag 14 Uhr und 16 Uhr

Die Ausstellung ist täglich von 11 bis 20 Uhr bis zum 7. September zu sehen.

C/O Berlin
Hardenbergstraße 22-24
10623 Berlin

www.co-berlin.org/food-eyes
 


 

Mehr über eat! berlin
 

Kulinarisches Feuerwerk

eat! bringt die Hauptstadt zum Kochen