Zeit für Molfsee, Haithabu und Gottorf

Während sich die Bäume grün und die Gärten bunt kleiden, überkommt nicht nur Kinder der Drang, die ersten wärmenden Sonnenstrahlen im Freien zu genießen. Nun sind endlich Osterferien und das bedeutet für Groß und Klein: Raus in die Landschaft und rein ins Ferienvergnügen. Immer einen Ausflug wert: Die Museen in Haithabu, Molfsee und Schloss Gottorf. Nordische Esskultur hat das Ferienprogramm zusammengestellt.

Ritter und Schiffe - Schloss Gottorf

 

Mittwoch, 10. April, 14 bis 16 Uhr: Ferienspaß „Mit GPS auf Ostereiersuche“ (8 bis 12 Jahre)

Im Schloss wurde eine Schatzkarte gefunden, die dort schon vor Jahrhunderten von einem Herzog versteckt worden sein muss. Die Karte ist ziemlich geheimnisvoll, was bedeuten die Zahlen? Sind das etwa Koordinaten? Wie also den Schatz finden? Mit GPS-Geräten geht es auf die Schatzsuche.

 

Mittwoch, 17. April, 14 bis 16 Uhr: Ferienspaß „Auf den Spuren der Germanen“ (10 bis 12 Jahre)

In germanische Gewänder gekleidet geht es auf Erkundungstour in die Eisenzeit – was aßen und tranken die Menschen vor 1800 Jahren? Was weiß man über sie? Wer waren die geheimnisvollen Moorleichen? Außerdem werden Speere und Lanzen der Germanen getestet.

 

Sonntag, 7. April, 11 bis 13 Uhr: Familienführung „Jäger der Steinzeit“

Sammeln und vor allem Jagen war in der Steinzeit notwendig um an Nahrung zu gelangen. Dafür kamen die unterschiedlichsten Methoden und Werkzeuge zum Einsatz. Langbögen, Harpunen, Faustkeile und vieles mehr gibt es während des Rundgangens zu sehen. Außerdem dürfen einige Werkzeuge auch in die Hand genommen werden.

 

Sonnabend, 13. April, 10 bis 12 Uhr: „Samstagsmaler“ – offenes Mitmachangebot für Kinder

Das Kinderatelier hat wieder geöffnet! Einmal im Monat steht es allen Kinder fürs Zeichnen, Malen, Basteln zur Verfügung. Unter fachlicher Anleitung können verschiedene Materialien ausprobiert und eigene Kunstwerke erschaffen werden. Preis: 6 Euro plus Eintritt.

 

Sonntag, 14. April, 11 bis 12 Uhr: Führung „Auf den Hund gekommen.“

Bereits zum dritten Mal richtet sich diese Führung besonders an diejenigen, die gemeinsam mit ihrem Hund Lust auf eine künstlerische Spurensuche haben. Nicht nur Skulpturen gibt es zu entdecken, auch die eine oder andere tierische Geschichte aus den verschiedenen Gottorfer Epochen wird auf dem Gelände der Museumsinsel erzählt. (Bitte Hundeleine nicht vergessen!) 3 Euro für die Führung, kein Eintritt.

 

Ostermontag, 22. April, 13 bis 16 Uhr: Thementag Barock. Zeitreise für alle Museumsbesucher

Wer am Ostermontag Schloss Gottorf besucht, wird auf seinem Schlossrundgang auf Barock-Prinzessin Anna Dorothea treffen. Die sechste Tochter von Herzog Friedrich III. verbrachte ihr ganzes Leben auf Schloss Gottorf. Sie berichtet den Besuchern spontan und ohne gebuchte Führung vom höfischen Alltag aus dem 17. Jahrhundert, plaudert von Kriegs- und Friedenszeiten - und wer mag, darf sogar mit ihr ein barockes Tänzchen wagen.

 

Sonntag, 28. April, 11 bis 12 Uhr: Führung „Ein Schiff für die Götter“

 

Am 17. August 1863 entdeckte Conrad Engelhardt im Nydam Moor bei Sonderburg die Überreste eines Ruderbootes, das heute weltweit bekannt ist und zu den bedeutendsten Exponaten des Museums für Archäologie in Schleswig gehört. Bei der Führung erfahren die Besucher Details zum Fundplatz, einem ehemaligen See und Opferplatz, in dem neben dem Nydamboot zwei weitere Schiffe und zahlreiche Gegenstände, wie Waffen und Schmuck geopfert wurden. Der eisenzeitliche Schiffbau und die Seeschifffahrt werden ebefalls thematisiert.

Wikinger und Walkürenrennen

Mehrmals wöchentlich laden die Wikinger zu Aktionen und Mitmach-Angeboten ein, die sich gezielt an Kinder und Familien wenden. Die Teilnahme kostet jeweils 9 Euro inklusive Eintritt und Material. Information und Buchung unter 04621 813-133 und service@landesmuseen.sh.

 

Dienstag, 9. April, 11 Uhr: Schnitzen, Schmirgeln, Bohren. Werken wie vor 1000 Jahren, ab 8 Jahren

Ohne sein Schnitzmesser ging kein Wikinger aus dem Haus. An diesem Vormittag werden die Schnitzmesser gewetzt und los geht es: Aus einer Astgabel entstehen nützliche Dinge für den Wikinger-Alltag.
 

Donnerstag, 11. April, 11 Uhr: Geheimnisvolle Runen. Kinder lernen die rätselhaften Schriftzeichen der Wikinger kennen, ab 8 Jahren

Heute nutzen wir WhatsApp; die Wikinger kannten die Runen, mit denen sie kurze Botschaften auf Knochen- oder Holzstäbe ritzten. Bei dieser Aktion entschlüsseln Kinder die geheimnisumwitterten Runen und gestalten ein Freundschaftsband aus Leder.
 

Freitag, 12. April, 14 Uhr: Heringsfassrollen und Walkürenrennen. Spielerische Zeitreise in die Welt der Wikingerkinder, ab 5 Jahren

Hier sind Geschicklichkeit und Wagemut gefragt! Wer rollt am schnellsten das Heringsfass vom Hafen in das Haus der Händler? Wer gewinnt den Wettlauf um Ruhm und Ehre und ergattert einen Schluck aus dem Trinkhorn der Walküre? Wer kann sich beim Schwerttanz am längsten gegen seine Gegner behaupten? Als das erfahren die Kinder bei dieser Aktion.
 

Montag, 15. April, 11 Uhr: Speckstein - fette Beute. Kleine Schätze aus Speckstein, ab 8 Jahren

Aus Speckstein fertigten geschickte Handwerker in Haithabu vor 1000 Jahren Schalen und Töpfe, aber auch Amulette und Spielsteine. Aber was ist überhaupt Speckstein und wie kam er nach Haithabu? Wie lässt er sich bearbeiten? Das kann man bei diesem Ferienspaß erfahren und natürlich ausprobieren. Aus Speckstein entstehen Anhänger, Talismane und Handschmeichler zum Mitnehmen.

 Molfsee: Gartenausstellung, Märkte und Aktionstage 

 

Auftakt ins umfangreiche Jahresprogramm des Freilichtmuseums Molfsee ist der Eröffnungsvortrag von Dr. Wolfgang Rüther am Sonntag, 7. April, um 14 Uhr: „Vom Verwahren der Dinge. Scheune, Speicher, Schrank.“ Was verraten Speicher und Scheunen über clevere strategische Überlegungen der früheren Bauern? Welche Funktion hatten Schränke und Truhen außer der, Dinge in ihnen zu verwahren? Diesen und anderen Fragen soll bei diesem Sonntagsspaziergang nachgespürt werden. Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

„Kohl-, Appel- un Blomenhoff“ (1.4. bis 15.9.) 

Ländliche Hausgärten sollen mit der Sonderausstellung „Kohl-, Appel- un Blomenhoff“ in diesem Jahr weiterhin eine der Hauptrollen im Freilichtmuseum spielen. Die aus den Beständen des LandFrauen-Archivs entwickelte Ausstellung im Haus aus Arentsee gibt mit dem Saisonstart ab 1. April bis zum 15. September Einblicke in die ländlichen Hausgärten Schleswig-Holsteins. Die Ausstellung zeigt, wie die Gärten aussahen, was darin an Gemüse, Obst und Blumen wuchs, wie angebaut, geerntet und konserviert wurde, welche Geräte man benutzte und wo die Familie sich im Garten erholen konnte. 

Unter freiem Himmel vermitteln zusätzlich zehn nach historischen Vorbildern gestaltete Gärten, welche unterschiedlichen Gartentypen einst in den ländlichen Gegenden Schleswig-Holsteins üblich waren. Und schließlich werden auch im Gelände verteilte landschaftliche Elemente in die Gesamtausstellung einbezogen.

 

Das neue Ausstellungs- und Eingangsgebäude 

Nach dem Richtfest für das neue Ausstellungs- und Eingangsgebäude im vergangenen Herbst laufen weiterhin baulich und inhaltlich die Vorbereitungen auf Hochtouren, damit das neue Haus für die Volkskunde voraussichtlich Ende 2020 eröffnet werden kann. In einer gemeinsamen Aktion bitten das Museum und der Förderverein Schleswig-Holsteinisches Freilichtmuseum e. V. um Spenden für größere Bäume rund um den Museumsneubau. Insgesamt werden 24 Bäume – Feldahorn, Eichen, Silberweiden, Birken – benötigt, für die Baumpatenschaften übernommen werden können. Auch Einzelspenden sind willkommen. Weitere Infos gibt es bei der Geschäftsführerin des Vereins, Dr.  Lüders, unter 0431/65944556, post@freilichtmuseum-ev.de.

Eine Internetseite informiert über den Neubau und die Fortschritte an der Baustelle: www.neubau-freilichtmuseum-molfsee.de. Dort gibt es auch einen Plan zur Parkplatzsituation am Freilichtmuseum. Durch den Neubau und die Baustelle gehen Parkplätze direkt am Museum verloren, so dass es bei Großveranstaltungen wie dem Herbstmarkt (3. bis 13. Oktober) eng werden kann. Dafür hat die Stiftung eine benachbarte Fläche gemietet, die bei großen Veranstaltungen für Ausgleich sorgt. Zudem wird es beim Herbstmarkt wieder einen Shuttle-Service von einem Park-and-Ride-Parkplatz geben und das Museum empfiehlt die Anreise mit dem ÖPNV. Das Freilichtmuseum ist unter anderem mit der Linie 501 ab dem Kieler Hauptbahnhof direkt zu erreichen. 

 

Märkte 2019 

Gärtnermarkt 27./28. April 

Fachbetriebe präsentieren zum Beginn der Gartensaison Pflanzen aller Art, Gartenaccessoires und -möbel. Fachleute informieren über Pflanzenpflege und geben Tipps zu allen Gartenthemen. 

Herbstmarkt 3. bis 13. Oktober 

Elf Tage präsentieren Aussteller aus dem gesamten Bundesgebiet auf dem Herbstmarkt an rund 150 Ständen in den historischen Häusern und im Freigelände Kunst, Handwerk und Kunsthandwerk. Am Dienstag Abend findet teilweise ein Ausstellerwechsel statt, so dass auch ein zweiter Besuch der Veranstaltung interessant und lohnend ist. 

 

Veranstaltungen und Aktionstage (Auswahl) 

Lanz-Bulldog-Treffen und Meierei unter Dampf 14. Juli 

Das Lanz-Bulldog-Treffen im Freilichtmuseum ist seit 1994 Tradition bei den Landmaschinen- und Traktorenbesitzern, die ihre mehr als 80 Oldtimer vorführen. Am selben Tag wird die historische Meierei aus Voldewraa unter Dampf gesetzt und erklärt.

Handwerkertag 28. Juli 

In den Werkstätten und im Freigelände zeigen die Museumshandwerker ihr Können. Ein buntes Programm rund um die verschiedenen Gewerke im Freilichtmuseum lädt von 10 bis 17 Uhr zum Mitmachen ein. 4

Kindertag 11. August 

An diesem Tag ist das Freilichtmuseum wieder fest in Kinderhand. Von 10 bis 17 Uhr kann gewerkelt, gespielt und gestaunt werden. Das umfangreiche Programm garantiert Spaß für kleine und große Leute.

Sommerfest der Kulturen 25. August 

Alle zwei Jahre findet ein Sommerfest der Kulturen im Freilichtmuseum statt. 2019 ist es endlich wieder soweit. Alle heute in Schleswig-Holstein lebenden Kulturgruppen bekommen die Möglichkeit, sich im Museum zu präsentieren. 

 

Eintrittspreise 

Die Eintrittspreise bleiben 2019 unverändert: Erwachsene zahlen 8 Euro, in Gruppen ab 20 Personen 6 Euro. Kindern unter sechs Jahren haben freien Eintritt, Schüler zahlen 2 Euro. Die Nutzung von Museumsbahn und Karussells ist im Eintrittspreis enthalten. 

 

Öffnungszeiten des Museums bis 31. Oktober täglich von 9 - 18 Uhr, Einlass bis 17 Uhr. 

Museum sucht ehrenamtliche Gärtner 

Kein Garten ohne Gartenarbeit: Deshalb sucht das Freilichtmuseum Molfsee für die historischen Gärten ehrenamtliche Helfer und Helferinnen, die in enger Abstimmung mit dem wissenschaftlichen Team des Museums deren regelmäßige Pflege übernehmen. Gärtnerische Vorkenntnisse seien schön, aber nicht notwendig, sagt Dr. Nils Kagel. Der Bereichsleiter historischer Gebäudebestand, Garten- und Landschaftsflächen ist Ansprechpartner für mögliche Interessenten. Wer Lust hat, dabei regelmäßig mitzuwirken, meldet sich bei Dr. Nils Kagel, nils.kagel@landesmuseen.sh, Telefon: 0431/65966-13.