Events im Ostholstein-Museum

1889 gründete der Eutiner Pastor Aye das "Museum für Geschichte und Altertumskunde für das Fürstenthum Lübeck". Im ersten Obergeschoss findet sich eine Dauerausstellung, Erd- und Dachgoschoss bieten hingegen Raum für wechselnde Sonderausstellung. In diesem Frühling dreht sich in Eutin alles um das Osterei. Zum 25. Mal jährt sich 2019 der Eutiner Ostereiermarkt und das Museum zeigt die Ausstellung "Die Welt im Ei" der Künstlerin Edda Henschel. Ein weiteres Highlight: Die Sonderausstellung "Kokoschka auf Reisen".

„Die Welt im Ei“

Szenerien in Hühner- und Gänseeiern

Edda Henschel

1.3.-28.4.2019, Ostholstein-Museum (DG)
 

In seiner Frühjahrsausstellung im Dachgeschoss widmet sich das Ostholstein-Museum anlässlich seines im März anstehenden 25jährigen Jubiläums des Eutiner Ostereiermarktes und des spätgelegenen Osterfestes einem unterhaltsamen wie faszinierenden Thema rund ums Ei.

Edda Henschel kreiert in Hühner- und Gänseeiern mit Humor und Geschick detailverliebte Miniaturwelten unseres alltäglichen Lebens mit Einkaufsläden, Künstlerateliers, befahrenen Alleen, Museen, Parkanlagen, Friedhöfen und vielem mehr. Die Künstlerin gestaltet Welten im Kleinformat, schrumpft förmlich unsere Lebenswelt auf kleinsten Raum und schafft es dabei dennoch, ganze Geschichten zu erzählen.

Die Vielfalt der achtzig präsentierten Eier aus rund 30 Jahren reicht von schlicht gehaltenen Landschafts- und Tiereiern bis hin zu Szenerien mit zum Teil mehreren Handlungssträngen, die den Betrachter fordern – und herausfordern. Mit Gestaltungs- und Ideenreichtum bekommen Edda Henschels Eier etwas Erzählerisches und entfalten dabei ihre Wirkungskraft über die zahlreichen Details im Miniaturformat. Dafür zweckentfremdet die Künstlerin auch die unscheinbarsten kleinen Dinge des Lebens und gibt ihnen eine neue Funktion: gelbe Stecknadelköpfe werden zu Tennisbällen, Streichhölzer zur Innenausstattung einer finnischen Sauna, ein vergoldetes Zitronennetz zu einem Fenstergitter im Mönchskloster, Paprikasamen zu Fladenbrot auf der Festtafel des Scheichs – stets proportional an die Größe des Hühner- bzw. Gänseeis angepasst.

Edda Henschel studierte an der Fachhochschule für Gestaltung Hamburg und lebt seitdem als Freie Künstlerin in der Hansestadt.

Die Möglichkeiten, die unterschiedlichsten Welten bis ins kleinste Detail naturgetreu im Ei wiederzugeben, scheinen bei Edda Henschel unendlich zu sein und stellen den faszinierten Besucher immer wieder vor die Frage: Wie macht sie das nur?

Oskar Kokoschka, »Kamelmarkt II«, 1965-66, Lithografie, © Fondation Oskar Kokoschka / VG Bild-Kunst, Bonn 2019

„Kokoschka auf Reisen“

Zeichnungen und Grafik aus der Sammlung und Kunststiftung Spielmann-Hoppe

3.3.-16.6.2019, Ostholstein-Museum (EG)

 

In der Zeit vom 3. März bis 16. Juni 2019 zeigt das Ostholstein-Museum in seiner Frühjahrsausstellung unter dem Titel „Kokoschka auf Reisen" rund 150 Exponate des bekannten Malers, Grafikers und Schriftstellers Oskar Kokoschka (1886-1980). Der gebürtige Österreicher gehört als einflussreicher Vertreter des Expressionismus und der Wiener Moderne zu den bedeutendsten Künstlern des 20. Jahrhunderts.

Die Ausstellung zeigt aus der Hamburger Sammlung und Kunststiftung Spielmann-Hoppe eine umfassende, repräsentative Auswahl an Zeichnungen und Grafiken, die vornehmlich nach dem Zweiten Weltkrieg auf zahlreichen Reisen des Künstlers unter anderem nach Italien, Hamburg und Berlin, Griechenland, Nordafrika, New York, London und Jerusalem entstanden sind. Sie sind wichtige Zeugnisse des großen Einflusses dieser Reiseerlebnisse auf Kokoschkas künstlerisches Werk und behandeln nicht nur das Motiv der Landschaft, sondern auch das Thema des verloren geglaubten ursprünglichen, traditionellen Lebens sowie der menschlichen Figur – nach antikem oder auch lebendem Vorbild.

Oskar Kokoschka wurde 1886 im österreichischen Pöchlarn geboren und wandte sich nach einem Studium an der Kunstgewerbeschule in Wien und seiner Teilnahme im Ersten Weltkrieg, in dem er schwer verletzt wurde, in seinem künstlerischen Ausdruck dem Expressionismus und der Wiener Moderne zu. Von den Nationalsozialisten als „entarteter Künstler“ und von Hitler selbst als „Staatsfeind Nr. 1“ diffamiert, ging er zuerst ins Exil nach Prag, um schließlich mit seiner Frau Olda nach England zu fliehen. Erst 1953 ließ er sich in der Schweiz nieder, wo er als hochangesehener Künstler 1980 in Montreux starb.

Ostholstein-Museum

Schlossplatz 1
23701 Eutin

Tel.: 04521-788520

Email: info@oh-museum.de
Website: www.oh-museum.de

 

Öffnungszeiten:

bis 31.3.: di-fr 14-17 Uhr, sa+so, Feiertag 11-17 Uhr
ab 1.4.: di-fr 11-17 Uhr, sa+so, Feiertag 11-17 Uhr

Eintritt: 5,00 Euro, ermäßigt 2,50 Euro