FEINHEIMISCH – Symposium berät über die kulinarische Zukunft des Nordens

Dass anspruchsvolle Esser mittlerweile auch auf Norddeutschland blicken, ist eine gute Nachricht. Die schlechte ist: Die Realität auf norddeutschen Tellern besteht meist aus Billig & Wurst. Billiger und fleischlastiger als in (Nord)Deutschland isst man fast nirgendwo sonst auf der Welt. Das hat verheerende Folgen für die Gesundheit, die Umwelt und die kollektive Psyche. Von der Kultur ganz zu schweigen. Einen Zusammenhang herzustellen zwischen gutem Essen und gutem Leben, die Etablierung einer nachhaltigen und genussvollen nordischen Esskultur, ist eines der wichtigsten Zukunftsthemen. Deutlich wichtiger als die Produktion guter Landmaschinen und Schiffe, denn ohne fruchtbare Böden, Artenvielfalt, sauberes Wasser und saubere Luft gibt es kein gesundes und genussvolles Essen. Und ohne das, läuft nichts. Woran krankt es also auf norddeutschen Tellern und Mägen? Warum geht es bei der Ernährung in einem der reichsten Staaten der Welt nach wie vor um das Sattwerden zum kleinen Preis statt um den Genuss?

Wie kommt man an die Köpfe & Bäuche?

Diese Fragen stellt sich auch das erste FEINHEIMISCH Symposium. Die ganztägige, öffentliche Veranstaltung unter dem Motto „Segel setzen – kulinarische Zukunft in Schleswig-Holstein“ findet am 22. Oktober 2018 im Schloss Plön in der Fielmann Akademie statt.

Saisonale Produkte aus der Region und handwerkliche Kochkunst sind inzwischen auch durch die Aktivitäten von Feinheimisch – Genuss aus Schleswig-Holstein e. V. in den Köpfen und Bäuchen zahlreicher Nordlichter angekommen. Das Netzwerk von agrarischen Erzeugern und Manufakturen, Küchenchefs und Gastronomen und gewerblichen wie privaten Förderern hat die Maßstäbe in Sachen Genuss deutlich erweitert.

Die Fragestellungen des Symposiums: Wie kann eine landespezifische, authentische Kulinarik in Schleswig-Holstein auf der Basis von Qualität und Kreativität zukünftig aussehen? Welche Wertmaßstäbe braucht eine moderne Kulinarik? Wie können Lebensmittel-Produzenten, Gastronomen, Hoteliers und Touristiker dazu beitragen? Welche Rolle spielt die Kommunikation und wie kann sie genutzt werden?

Namhafte Referenten aus Wissenschaft und Praxis sind geladen und sollen Impulse und Denkanstöße geben.

Die Referenten

Prof. Dr. Ines Heindl a.D. (1. Foto), Ernährungswissenschaftlerin, Europa Universität Flensburg und Kulinaristik-Forum | Netzwerk für Wissenschaft, Kultur und Praxis Rhein-Neckar

Dominik Flammer, Food Scout und Autor, Public History, Zürich

Eleonora Steenken, Themenmanagerin Kultur & Genuss / Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg

Olaf Schnelle, Produzent, Schnelles Grünzeug, Grammendorf

Hendrik Haase, Produzent / Gastronom, Kumpel & Keule, Berlin

Johannes King(2. Foto), Gastgeber, Dorint Söl'ring Hof, Rantum/Sylt

Billy Wagner(3. Foto), Gastronom, Nobelhart & Schmutzig, Berlin

Foto: Das Schloss Plön aus der Luft.

Anmeldung zum 1. FEINHEIMISCH Symposium

Teilnahmegebühr
189 Euro pro Person (inkl. Imbiss und Getränken),
89 Euro für FEINHEIMISCH-Mitglieder, Auszubildende und Studenten

Anmeldung bis zum 15. 10. 2018
unter info@feinheimisch.de
oder direkt in der Geschäftsstelle per Telefon  0431 – 98 65 48 77
oder per Fax 0431 – 98 65 4879

www.feinheimisch.de