Die besten Fischbrötchenbuden & Fischbrötchen für Feinschmecker

Sie werden als Klassiker, gar als „Kult“ vermarktet. Ob mit Matjes, Lachs oder Krabben belegt: Was wäre der „echte“ Norden ohne seine Fischbrötchen?
Was dem Berliner seine Currywurst, ist dem norddeutschen Küstenbewohner das Fischbrötchen. Auch wenn der Ursprung im Dunkeln liegt, die Tradition erst einige Jahrzehnte alt ist, wird an der Ostsee seit 2011 sogar ein „Weltfischbrötchentag“ gefeiert.
Ob Matjes, Backfisch, Lachs oder Krabben: Der Norddeutsche packt es gern zwischen zwei Brötchenhälften. Und auch für viele Küstenurlauber führt kein Weg am Fischbrötchen vorbei. Dabei gibt es regionale Unterschiede: An der Nordseeküste bevorzugt man Krabbenbrötchen. Das Fischbrötchen hat längst seinen Siegeszug Richtung Süden angetreten. Auf dem Oktoberfest in München werden heute auch „Fischsemmeln“ angeboten. Fischbrötchenexperte und Herausgeber des Fischbrötchenreports Tilman Schuppius meint, „das geht gar nicht. Das Fischbrötchen gehört ans Wasser.“

Wer hat's erfunden? „Gefühlt war das Fischbrötchen schon immer da, wie das Wurstbrot oder die Käsestulle“, sagt eine Sprecherin des Bundesmarktverbandes der Fischwirtschaft. Einer bestimmten Person oder Region lasse sich das nicht zuordnen. Tilmann Schuppius hat mal gehört, dass das erste Fischbrötchen in den frühen 70er Jahren auf Helgoland kreiert wurde. Klar ist, dass der Siegeszug des Fischbrötchens mit dem aufkommenden Massentourismus in den 60er und 70er Jahren an Ost- und Nordsee begann und keine weiterreichenden Traditionen hat.

Fischbrötchenreport

Nun gut, gegen Traditionen, die sich neu entwickeln, ist nichts einzuwenden.

Nur, wo bekommt man richtig gute Fischbrötchen? Die Antwort kennt der Hamburger Fotograf Tilman Schuppius. In der dritten, aktualisierten Auflage ist sein „Der Fischbrötchen Report“ für Schleswig-Holstein und Hamburg im Handel erhältlich. In diesem etwas anderen Reiseführer im Pocket-Format dreht sich (fast) alles um den norddeutschen Kult-Snack. Ein Buch, das ordentlich Appetit macht auf Matjes, Bismarckhering, Lachs und Krabben in knusprigen Brötchen. Neben den Beschreibungen von 75 beliebten Fischbrötchenbuden an Nord- und Ostsee sowie an der Elbe und Stories rund um Fisch und Küste enthält der Report noch jede Menge Freizeittipps für Urlauber und Ausflügler. Dazu: eine Krabbenpulanleitung, eine Fischkunde für Fischkunden und ein herausnehmbaren Bahnlinienplan mit weiteren Tipps für Unternehmungslustige in Schleswig-Holstein und Hamburg.

 

Fischbrötchen Deluxe

Während der Burger längst Einzug in die gehobene Gastronomie gehalten hat, wartet das Fischbrötchen noch auf seine Beförderung in Besseresser-Kreise.
Betonung auf noch. Auf 148 Seiten stellen Spitzenköche aus Schleswig-Holstein und Hamburg 50 kreative Rezepte für Fischbrötchen vom Feinsten vor. Schön anzuschauen. Leicht nachzumachen. Und sehr lecker. Das Pulpo-Brötchen mit Tomatensalsa und Koriander-Mayonnaise war der Renner auf meiner Gartenparty. Auch der Butt-Burger mit Apfel-Senf-Sauce kam sehr gut an.

Fischbrötchen Deluxe ist ein Gemeinschaftsprojekt von [Mohltied!] und
„Der Fischbrötchen Report“. Das Ergebnis: ansprechende Fischbrötchenrezepte für Feinschmecker. Inklusive lesenswerte Begleittexte, erstklassige Fotos und eine ansprechende Gestaltung. Titelmodel Dirk Luther, Zwei-Sterne-Küchenchef der Meierei Dirk Luther im Glücksburger Vitalhotel Alter Meierhof, Oliver Firla, Gastronom aus Busdorf bei Schleswig (ODINS Haddeby) und Vorsitzender des Vereins „Feinheimisch – Genuss aus Schleswig-Holstein“, Thomas Martin, Zwei-Sterne-Koch im Hotel Louis C. Jacob an der Hamburger Elbchaussee und viele andere standen für Fischbrötchen Deluxe vor der Kamera und kreierten interessante Rezepte.

Weltfischbrötchentag

Seit 2011 steht der erste Samstag im Mai an der deutschen Ostseeküste im Zeichen des Fischbrötchens. Die dortigen Touristiker erfanden den „Weltfischbrötchentag“. Nun klingt der Anspruch auf einen eigenen Welttag für eine regionale Spezialität schon etwas vermessen. Vor allem wenn man bedenkt, dass man diesen kulinarischen Anlass nur im Bundesland Schleswig-Holstein und dort auch nur an der Ostseeküste bzw. den Süßwasserseen der Holsteinischen Schweiz feiert. Aber was lassen sich die Marketingabteilungen der örtlichen Tourismusverbände nicht alles einfallen, um die Menschen in ihre Region zu locken. Und seien es auch nur durch zwei Brötchenhälften, zwischen die man einen Matjes, Aal, Lachs oder Bismarckhering mit etwas Zwiebel packt. Aber zum Fischbrötchen gibt es obenauf noch zahlreiche Veranstaltungen, Events und Aktionen mit maritimem Charakter. Ob mit oder ohne Event: Gegen einen anständigen Fisch im anständigen Brötchen ist nichts einzuwenden. Am 4. Mai 2019 lockt der nächste Welttag des Fisches im Brötchen.

Wo zu haben?

„Der Fischbrötchen Report – Schleswig-Holstein und Hamburg“
3. Auflage, 212 Seiten, 8,90 Euro.
Versandkostenfrei bestellbar unter: www.fischbroetchenreport.de
Tilman Schuppius

Fischbrötchen Deluxe ist zum Preis von 9,80 Euro im Zeitschriften- und Buchhandel sowie online erhältlich.

www.mohltied.de ; www.fischbroetchenreport.de

www.weltfischbroetchentag.de